13.02.2018

Von abturnenden Führungskräfte-Coachings zu: der Berg ruft

Ja, irgendwie wissen Sie es: Ein Coach wäre gerade jetzt –
na gut, eigentlich schon länger – sehr sinnvoll in Ihrem Unternehmen.

Genügend Fragen zu "besser führen", "mehr motivieren" und "weniger Zoff im Team" hätten Sie schon, oder? Aber: Es fehlt einfach die Zeit. Nein. Eigentlich ist es eher die Unlust, sich in einer faden Coaching-Situation mit all dem auseinander zu setzen?

Meiner Klientin ging es so. Und, was haben wir getan? Aus dieser Null-Lust-Stimmung haben wir ein richtiges Highlight gemacht: unser Coaching einfach auf die Ski-Piste verlegt. Perfektes Skiwetter. Blauer Himmel, strahlende Sonne, traumhafter Schnee.

Gemeinsam sind wir in die neue Zugspitz-Gondel gestiegen und auf den Berg hoch. Dabei kamen schon die ersten Führungsthemen zur Sprache. Wie viel Geschwindigkeit ist gut für Ihren Betrieb? Wann haben Sie als Unternehmer die Verantwortung, Tempo raus zu nehmen? Ist die Sicherheit für alle immer gewährleistet? Auch finanziell gesehen? Unser Gespräch wird unterbrochen von Abfahrten, rote und schwarze Pisten. Zurück zu unseren Themen: Hier geht es auch um Mut und wieviel darf ich riskieren.

Nach der x-ten Abfahrt frage ich sie, wann bei ihr denn Pause sein darf, wann ihre Zeit ist, sich mal zurück zu ziehen. Und Sie, wie bringen Sie selbst Ihren Akku wieder auf "voll geladen"?

Wir sitzen auf der Hütte bei frischen Waffeln und Cappuccino. Beim Blick auf die beeindruckenden, weiß strahlenden Bergspitzen sind wir mitten im Thema Unternehmensvision. Wo soll es hingehen, was braucht das Unternehmen, was brauchen alle Beteiligten dazu? Wir finden sehr konkret die kleinen und großen Schritte, um die gesteckten Zielen auch alltagstauglich und realistisch umsetzen zu können.  

Mit dem Gefühl, echt was geschafft zu haben, machen wir am späten Nachmittag noch eine zügige Abfahrt. Wir schauen dankbar und sehr zufrieden auf einen bereichernden Tag zurück. Auch das sollte in jedem Arbeitsalltag Platz haben: Erfolge erkennen, annehmen – und genießen können. Wir fahren runter ins Tal, körperlich ziemlich erledigt, im Kopf sehr wach.

Auch ich persönlich nehme aus diesem unglaublichen Skiing & Coaching-Tag einiges mit. Oft geht es einfach darum, den Menschen dort abzuholen, wo er gerade steht, auf seine Situation, auf seine Stimmung einzugehen. Und warum bringen wir in fade, eintönige Situationen nicht viel öfter frische (Berg-)Luft. Ein positiver Einstieg mit Freude und Leichtigkeit bringt Offenheit für Neues und kreativen Perspektivwechsel.

Meine Überzeugung: Wer Life Balance im täglichen Tun erlebt, lässt die Aussicht auf besseres, lustvolles Arbeiten auch für seine Mitarbeiter real werden.

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